Die folgenden Veranstaltungen werden in Zusammenarbeit mit der VHS Dillingen angeboten.

Bitte nehmen Sie unser Angebot wahr. Anmeldungen bei: https://www.vhs-dlg.de

Wir freuen uns auf einen reichlichen Zuspruch und hoffen, dass für jeden etwas dabei ist.  

Der Vereinsvorstand wünscht reichlichen Erkenntnisgewinn und viel Freude an unserem gemeinsamen Hobby Geschichte.   

Dr. Arnold Schromm und Dr. Johannes Moosdiele-Hitzler

 

28. September 2022
19.30 Uhr
Stadtgalerie in der Ludwigskaserne (Schützenstraße 1 e)
Vortrag: Dynamik in Dillingen. Wilhelm Bauers Heimatstadt im späten 18. und im 19. Jahrhundert
Referenten: Alexander Rabitsch,
Dr. Stephan Bachter


Als Wilhelm Bauer 1822 in Dillingen geboren wurde, hatte die Stadt grundlegende Veränderungen hinter sich. Sie hatte ihre Funktionen als Regierungssitz eines eigenständigen Territoriums und als Universitätsstadt verloren und war zu einer Provinzstadt im neuen Königreich Bayern geworden. Wie der Vortrag zeigen wird, hatte aber auch Dillingen Anteil an den fortschrittlichen Entwicklungen des 19. Jahrhunderts, an Mechanisierung, Mobilität und Modernisierung, an Industrialisierung und Demokratie.

Eintritt frei

 

 

 

 

12. Oktober 2022
19.30 Uhr
Stadtgalerie in der Ludwigskaserne (Schützenstraße 1 e)
Vortrag: Die Schleswig-Holsteinische Erhebung, der Bau des „Brandtaucher“ und das U-Boot als militärische Waffe
Referent: Dr. Martin Rackwitz (Historiker der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte)


Der Vortrag behandelt das politische und militärische Umfeld der Schleswig-Holsteinischen Erhebung 1848/51 sowie den Bau des „Brandtauchers“ und seine Bedeutung in der Entwicklung des U-Boots als militärische Waffe. Mit einem Blick auf die Geschichte und Bedeutung des Baus von U-Booten in der Stadt Kiel schließt der Vortrag. Kiel ist bis heute ein wichtiger Marine- und Werftenstandort und mit ThyssenKrupp Marine Systems die modernste Werft für den Bau konventioneller Brennstoffzellen-U-Boote beheimatet.

Eintritt frei

 

 

Filmvorführung mit anschließender Diskussion 
„Geheimakte WB 1“ (Deutschland 1942, Regie: Herbert Selpin)

Filmcenter Dillingen, Dilli 2
9. November 2022, 19 Uhr
normaler Kinoeintritt

„Ein Film, den jeder Dillinger gesehen haben muß“ hieß es 1942, als der Film „Geheimakte WB 1“ kurz nach seiner Premiere in München auch in Dillingen gezeigt wurde. Nun wird der Film wieder in Dillingen aufgeführt: am selben Ort wie damals, dem früheren „Dilli Filmtheater“ (heute: Filmcenter Dillingen).
Im Mittelpunkt des Films steht Wilhelm Bauer (1822-1875), der in Dillingen geborene Erfinder des ersten Unterseeboots. Erzählt wird, wie Bauer (gespielt von Alexander Golling, 1905-1989) zunächst in den deutschen Staaten und danach im Zarenreich versucht, seine U-Boot-Konstruktionen zu verwirklichen. Dabei verfälscht der Film allerdings die historischen, von Wilhelm Bauer auch in seiner Autobiographie geschilderten Ereignisse zugunsten einer Filmhandlung, die im Dienst der nationalsozialistischen Propaganda steht. Nicht umsonst verlieh der NS-Staat dem Film das Prädikat „staatspolitisch wertvoll“.
Um den Film und seine Problematik einzuordnen, wird dieser Filmabend begleitet von einer Diskussion mit ausgewiesenen Experten, u. a. mit:
Christiane von Wahlert (Friedrich-Wilhelm Murnau-Stiftung, Wiesbaden)
Dr. Christian Packheiser (Institut für Zeitgeschichte, München)
Dr. Arnold Schromm (Historischer Verein Dillingen)
Moderation und Einführung: Dr. Stephan Bachter
Eine Veranstaltung des Historischen Vereins Dillingen, in Zusammenarbeit mit dem Stadt- und Hochstiftmuseum Dillingen, der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, dem Filmcenter Dillingen und der Stadt Dillingen a. d. Donau.
[BILDUNTERSCHRIFT: Anzeigen für die Filmvorführungen 1942 im „Schwäbischen Volksblatt“, Photo: Dr. Stephan Bachter)

 

 

 

 

17. November 2022
19.30 Uhr
Stadtgalerie in der Ludwigskaserne (Schützenstraße 1 e)
Vortrag: Wilhelm Bauers Erfolge: „Brandtaucher“, „Seeteufel“ und die Hebung der „Ludwig“
Referent: Alexander Rabitsch


Wilhelm Bauers „viel-bewegtes Leben“ (so der Titel seiner handschriftlichen Autobiographie im Stadtarchiv Dillingen) war von vielen Misserfolgen und Intrigen, aber nur wenigen Erfolgen gekennzeichnet. Die Erfolge stehen im Mittelpunkt dieses Vortrags. Mit dem „Brandtaucher“ ging am 1. Februar 1851 das erste moderne U-Boot auf Tauchfahrt. Mit dem in russischen Diensten gebauten „Seeteufel“ unternahm Bauer über 130 Tauchgänge. Hier veranstaltete er am 26. August 1856 auch das erste Unterwasserkonzert der Geschichte. Auch die Hebung des Raddampfers "Ludwig" 1863 war für Wilhelm medial und persönlich ein Triumph, die Aktion bildete aber nur einen Nebenschauplatz seiner vielfältigen technischen Interessen.

Eintritt frei

 

 

 

 

 

 

9. Dezember 2022
19.30 Uhr
Stadtgalerie in der Ludwigskaserne (Schützenstraße 1 e)
Vortrag: AZU:
Wie wird man heute U-Boot-Fahrer?

Referent: AZU


Wie lebt man heute in einem U-Boot und was sind die Aufgaben der Matrosen unter Wasser? Ein Vertreter des „Ausbildungszentrum Uboote“ (AZU) beantwortet bei diesem Vortrag solche Fragen. Das AZU ist eine Ausbildungseinrichtung der Deutschen Marine in Eckernförde (Marinestützpunkt Eckernförde) mit einer Außenstelle auf Fehmarn (Marineküstenstation Marienleuchte). Die Aufgabe des Ausbildungszentrum Uboote ist die Individualausbildung von Marinesoldaten zu U-Boot-Fahrern sowie die Teamausbildung der Bootsbesatzung. Zu Ehren Wilhelm Bauers übernahm die Stadt Dillingen 1998 die Patenschaft für das AZU.

Eintritt frei

 

 

 

3105

Maximilian von Montgelas – schöpferischer Minister in gefährlichen Zeiten
In der Vortragsreihe "Vom König berufen, Produkt der Revolution, vom Volk gewählt"


Vortrag von Dr. Katharina Weigand, Universität München
in Zusammenarbeit mit der VHS Dillingen

Dienstag, 14.02.2022, 19:30 Uhr

Dillingen, Colleg - Großer Saal
Eintritt: 5,-- Euro (ermäßigt 4,-- Euro)
Eintritt frei für Mitglieder des Historischen Vereins Dillingen
Anmeldung erforderlich, auch für Mitglieder des Historischen Vereins.

An der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert war keineswegs sichergestellt, dass das Kurfürstentum, dann das Königreich Bayern als unabhängiges Staatsgebilde weiter existieren würde, angesichts der Folgen der Französischen Revolution, angesichts der politischen und territorialen Verwerfungen im Zuge der Revolutionskriege und vor allem angesichts der machtpolitischen Hybris eines Napoleons I. Maximilian von Montgelas, 1799 von Kurfürst Max IV. Joseph zum Minister berufen, verfügte jedoch über ein ungewöhnlich sicheres außenpolitisches Gespür, sodass Bayern die gefährlichen Jahre bis zum Ende der Napoleonischen Zeit nicht nur überlebte, sondern territorial vergrößert zu den Gewinnern der Epoche gezählt werden muss. Und schier nebenbei hat dieser Minister Bayern im Innern zur selben Zeit von Grund auf reformiert - es ist nicht übertrieben, von einer Revolution von oben zu sprechen.